04.08
2020
04.08.2020 - News

Digitale Coachings: Berufliches Training neu denken

Wer beruflich vorankommen will, muss an sich arbeiten. Das Berufliche Trainingszentrum Rhein-Neckar zeigt: Digitale Coachings sind dafür eine gute Ergänzung.

Foto: Mitarbeiterin des BTZ mit Headset am PC

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen über Online-Konferenztools mit den Teilnehmenden in Kontakt. (Archivfoto: Jörg Simanowski)

Das Wohnzimmer wird zum Arbeitsplatz: In der Coronakrise ist Homeoffice die Lösung der Stunde. Doch wie sieht es dort aus, wo es auf den direkten Kontakt ankommt? Ob im Sport oder im Beruf: Training funktioniert am besten vor Ort. Das gilt gerade für Menschen, die nach längerer Zeit beruflich wieder einsteigen wollen und individuelle Unterstützung benötigen.

Das Berufliche Trainingszentrum Rhein-Neckar der SRH (BTZ) unterstützt Menschen nach psychischen Erkrankungen beim Wiedereinstieg. Die persönliche Begleitung durch berufliche Trainer und psychosoziale Mitarbeiter ist ein wesentlicher Teil des Konzepts.

Durch die außergewöhnliche Situation können sich die Ängste und Sorgen der Teilnehmer steigern. Deshalb ist es wichtig, dass die Mitarbeiter die Rehabilitanden regelmäßig sehen und mit ihnen kommunizieren, auch wenn dies nur virtuell möglich ist. Eine Arbeitsgruppe „Corona“ erarbeitete innerhalb kürzester Zeit unterschiedliche Konzepte, damit die Teilnehmer zu Hause während ihrer laufenden Maßnahme betreut werden konnten.

Für die Beratungs- und Betreuungsgespräche wurde ein Video- und Telefonkonferenztool eingeführt. Arbeitspakete und Aufgaben werden digital und postalisch zur Verfügung gestellt. Für das Bewerbertraining bekamen die Teilnehmer Unterlagen, wie sie einen Lebenslauf gestalten oder auf welche Kriterien es beim Bewerbungsanschreiben ankommt. Übungen zur Stressbewältigung, Entspannung und Achtsamkeit eignen sich ebenfalls für zu Hause.

Seminare und Unterrichtsstunden laufen im Konferenztool am Bildschirm. Dozenten eröffnen virtuelle Räume: Hier frischen die Teilnehmenden in Grundlagenfächern und EDV-Seminaren ihre Kenntnisse auf und können per Chatfunktion oder Wortmeldung mit dem Dozenten in Kontakt treten oder Fragen stellen.

Ein weiteres Projekt, welches durch die aktuellen Umstände kurzfristig vorgezogen wurde, ist die Einführung einer E-Mental-Health-Plattform. Teilnehmende können digital unabhängig von Ort und Zeit auf Trainingsinhalte zugreifen und diese in ihren Alltag einbauen.

„Das bedeutet nicht, dass der persönliche Kontakt zwischen den Rehabilitanden und ihren psychosozialen Betreuern wegfällt. Es handelt sich dabei vielmehr um eine Ergänzung und eine zusätzliche Kombination mit Online-Elementen wie beispielsweise Module, Fragebögen und Kommunikationsmöglichkeiten“, erklärt Sabine Öri, Bereichsleitung der Geschäftsentwicklung. Da der Bedarf an psychosozialer Betreuung in der beruflichen Rehabilitation zunimmt, haben die Mitarbeiter nun einen umfangreichen Pool an Möglichkeiten, mit denen sie die Teilnehmenden individuell aus der Ferne unterstützen können.

Die digitale Home-Betreuung der Teilnehmer wird in Kombination mit dem Teilpräsenz-Betrieb weiter eine bedeutende Rolle an den BTZ-Standorten spielen, da ist sich die Geschäftsführung sicher. Hier war die Coronakrise der Motor: Durch das Umdenken und das erforderliche schnelle Handeln hat das BTZ Rhein-Neckar einen bedeutenden Schritt in Richtung Digitalisierung gemacht.

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Christian Haas

Christian Haas


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